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Heide Anger, Peter Schulthess (Hrsg.)
GESTALT-TRAUMATHERAPIE
Vom Überleben zum Leben: Mit traumatisierten Menschen arbeiten
EHP-Verlag Andreas Kohlhage, 2008
280 Seiten; ISBN: 978-3-89797-901-7

Dieses Buch ist auch als E-Book erhältlich:
Also available as e-book:
PDF: ISBN 978-3-89797-535-4  /  EUR 22.99
epub:  ISBN 978-3-89797-534-7  /  EUR 22.99

Der Band vermittelt den State of the Art der gestalttherapeutischen Arbeit mit traumatisierten Menschen: Grundlagen, Methoden und Praxis der Traumatherapie, u.a. Kriegstraumatisierung, Armut und Trauma, Traumafolgestörungen, Dissoziative Fugue, Traumabehandlung von Kindern und Jugendlichen, Albträume, Genderperspektiven, interkulturelle Aspekte der Traumatherapie und vieles mehr.
Die Statistiken sind fatal. Etwa 30 Prozent der Kinder, die unter schweren Lebensereignissen oder suboptimaler Versorgung litten, erkranken im Laufe ihres Lebens an einer majoren Depression, nicht erst im Erwachsenenalter, sondern schon als Kinder oder als Jugendliche. Und das ist nur eine mögliche Traumafolgestörung. Jede Form der Traumafolgestörung stellt einen Versuch dar, mit dem traumatisierenden Ereignis und den Schäden, die es angerichtet hat, zurechtzukommen. Jede einzelne stellt einen Versuch dar, eine unterbrochene Handlung zu Ende zu bringen, eine Gestalt zu schließen. .
Man könnte sagen, Gestalttherapie ist aus diesem Grund genuin Traumatherapie. .
Die Präsentation theoretischen und praktischen Wissens von GestalttherapeutInnen, die mit traumatisierten Menschen arbeiten, erscheint gerade deshalb besonders wichtig, da einerseits immer mehr manualisierte Herangehensweisen vorgelegt werden, die suggerieren, auch unerfahrene Psychotherapeutinnen könnten mit schwer Traumatisierten arbeiten, wenn sie nur das Manual einhielten, andererseits aber eine Überwindung des starren Anhaftens an Therapieschulen und Methoden in Aussicht ist, die sich zunehmend am dringenden Bedarf der Betroffenen orientiert.

aus dem Inhalt:
Wolfgang Wirth: Traumatherapie aus gestalttherapeutischer Perspektive
Anja Jossen: Frau A. – Vom Überleben zum Leben. Massenmord und Massenvergewaltigung im Balkankrieg
Willi Butollo / Almut Ladisich-Raine: Gedanken zum Thema Kriegstraumatisierungen
Irena Bezic: Gestalttherapeutische Arbeit mit kriegstraumatisierten Menschen
Colette Jansen Estermann: Fallstudie aus Bolivien – Armut, strukturelle Gewalt und PTBS
Rotraud Kerner: Stabilisierende Therapie bei Traumafolgestörungen
Heide Anger: Therapiebericht über eine Dissoziative Fugue
Thomas Schön: Gestalttherapeutischer Traumabehandlung bei Kindern und Jugendlichen
Brigitte Holzinger: Luzides Träumen als Therapiemethode zur Bewältigung von Albträumen und Traumatisierung
Beatrix Wimmer: Genderperspektivische Bewältigungsstrategien nach traumatisierender Gewalterfahrung

»Die AutorInnen dieses Bandes erarbeiten in unterschiedlicher und beeindruckender Weise eine Verankerung der Traumatherapie mit der Theorie und den Konzepten der Gestalttherapie und zeigen, wie gut sich diese eignet, um mit traumatisierten Menschen zu arbeiten. Sie fördern damit zugleich die gestalttherapeutische Theoriebildung.«